Selbstreflexion als Mama – bin ich eine gute Mutter?
May 15, 2025
Selbstreflexion als Mama – die Kunst, sich selbst zu hinterfragen
Bin ich eine gute Mutter? Eine Frage, die viele Frauen beschäftigt – und die oft der Beginn einer wichtigen Reise ist.
Bin ich eigentlich eine gute Mutter?
Diese Frage stellen sich vermutlich mehr Frauen, als man glaubt.
Vielleicht hast auch du dich schon einmal dabei ertappt, wie du abends im Bett liegst und über den Tag nachdenkst. Über eine Situation mit deinem Kind. Über eine Reaktion von dir. Über einen Moment, in dem du vielleicht ungeduldig warst.
Und plötzlich taucht diese Frage auf:
„Bin ich eigentlich eine gute Mutter?“
Weißt du was?
Allein diese Frage ist bereits ein gutes Zeichen.
Denn sie zeigt, dass du bereit bist, dich selbst zu hinterfragen. Dass du dir Gedanken machst über dein Verhalten, deine Entscheidungen und darüber, wie dein Kind dich erlebt.
Für mich ist genau das der Beginn von Selbstreflexion.
Und Selbstreflexion bedeutet nichts anderes, als sich selbst ehrlich zu betrachten.
Nicht perfekt zu sein.
Nicht alles richtig zu machen.
Sondern bewusst hinzuschauen.
Selbsterkenntnis ist der erste Schritt
Es gibt einen Spruch, den du vielleicht kennst:
„Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.“
Dieser Satz klingt simpel, hat aber unglaublich viel Wahrheit in sich.
Denn solange wir glauben, dass immer nur die Umstände oder andere Menschen verantwortlich sind, bleiben wir in einer passiven Rolle.
Erst wenn wir beginnen, uns selbst zu hinterfragen, entsteht Veränderung.
Leider kommt diese Erkenntnis manchmal erst relativ spät.
Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Die Rolle der aufopfernden Mama
Wenn ein Kind noch klein ist, geraten viele Frauen automatisch in eine Rolle, die fast selbstverständlich wirkt:
die aufopfernde Mama.
Ein Baby braucht uns rund um die Uhr. Es kann noch nichts alleine und ist komplett auf unsere Fürsorge angewiesen.
Das ist völlig normal.
Doch gleichzeitig beginnt hier oft eine Entwicklung, die viele Mütter später an ihre Grenzen bringt.
Denn Schritt für Schritt entsteht das Gefühl, immer für alle da sein zu müssen.
Bevor du Mama wurdest
Bevor wir Kinder bekommen, sind wir im Normalfall der wichtigste Mensch in unserem eigenen Leben.
Von unserer Geburt bis zum Elternwerden dreht sich vieles hauptsächlich um uns selbst. Unsere Wünsche, unsere Ziele, unsere Aufgaben.
Natürlich gibt es auch Erwartungen von außen – von Eltern, von der Gesellschaft, von unserem Umfeld.
Doch im Grunde genommen müssen wir vor allem mit uns selbst klarkommen.
Manchmal ist auch das schon Herausforderung genug.
Dann kommt plötzlich dieser kleine Mensch
Und dann kommt dieser eine kleine Mensch in dein Leben.
Und plötzlich verändert sich alles.
Dieser kleine Mensch stellt dein gesamtes bisheriges Leben auf den Kopf.
Schlaf wird zweitrangig.
Duschen wird zur Luxuszeit.
Deine eigenen Bedürfnisse rücken nach hinten.
Dein Baby darf essen, wann es möchte.
Es darf schlafen, wann es möchte.
Und du bist da.
Immer.
Und das ist auch richtig so.
Doch genau hier beginnt oft eine Entwicklung, die viele Mütter unterschätzen.
Wenn man beginnt, sich selbst zu verlieren
Wenn du selbst nicht ausreichend schläfst, dich kaum um dich selbst kümmerst und deine eigenen Bedürfnisse ständig zurückstellst, entsteht irgendwann eine Spirale.
Eine Spirale aus Funktionieren.
Viele Mamas kennen diesen Zustand sehr gut. Man arbeitet sich durch den Tag, erfüllt alle Aufgaben und hofft, dass irgendwann wieder mehr Ruhe einkehrt.
Ich erinnere mich noch gut an diese Phase.
Unsere beiden Töchter sind relativ knapp hintereinander geboren und ich hatte zeitweise das Gefühl, einfach nur noch zu funktionieren.
Der Alltag lief wie ein Automatismus ab.
Aufstehen.
Versorgen.
Organisieren.
Den Tag irgendwie überstehen.
Es fühlte sich manchmal fast an wie ein paralysierter Zustand, in dem man zwar alles erledigt – aber selbst kaum noch spürt, wie es einem eigentlich geht.
Die vielen Rollen einer Mutter
Als Mama bist du selten nur Mama.
Du bist gleichzeitig:
• Mutter
• Partnerin oder Ehefrau
• Köchin
• Einkäuferin
• Haushaltsmanagerin
• Fahrdienst für deine Kinder
• und oft auch noch berufstätig
Teilzeit. Vollzeit. Oder vielleicht in einer selbstständigen Tätigkeit.
All diese Rollen gleichzeitig unter einen Hut zu bringen, ist alles andere als einfach.
Und trotzdem haben viele Frauen das Gefühl, nicht genug zu sein.
Der berühmte Rabenmutter-Moment
Kennst du dieses Gefühl?
Du bringst dein Kind einmal öfter zur Oma.
Oder es bleibt länger im Kindergarten als andere Kinder.
Und plötzlich meldet sich diese Stimme in deinem Kopf:
„Bin ich eine Rabenmutter?“
Viele Mamas fühlen sich dann ein bisschen wie Mila Kunis im Film Bad Moms.
Doch weißt du was?
Mit diesen Gedanken bist du ganz sicher nicht allein.
Meine eigene Erfahrung
Ich erinnere mich noch gut an eine Situation mit unserer ersten Tochter.
Sie war gerade einmal sechs Wochen alt, als mein Mann und ich beschlossen haben, sie zum ersten Mal bei meiner Mama übernachten zu lassen.
Es war Silvester.
Und wir waren ehrlich gesagt beide komplett erschöpft.
Wochenlang hatte ich versucht zu stillen. Unsere Tochter hat ständig getrunken, doch irgendwann stellte sich heraus, dass sie offenbar nicht richtig satt wurde. Erst durch die Hebamme, die zur Nachbetreuung kam, haben wir verstanden, was los war.
Als ich unsere Tochter an diesem Abend bei meiner Mama ließ, plagten mich sofort Gewissensbisse.
Nicht, weil ich feiern wollte.
Sondern weil ich einfach nur schlafen wollte.
Heute ist meine Tochter 15 Jahre alt.
Und meine damaligen „Rabenmutter“-Gedanken wirken rückblickend fast absurd.
Warum Selbstreflexion so wichtig ist
Selbstreflexion bedeutet nicht, sich ständig zu kritisieren oder sich Vorwürfe zu machen.
Es bedeutet vielmehr, regelmäßig innezuhalten und sich Fragen zu stellen wie:
• Wie geht es mir eigentlich gerade?
• Lebe ich noch mein eigenes Leben?
• Oder funktioniere ich nur noch?
Denn eines darfst du nie vergessen:
Du bist nicht nur Mama.
Du bist auch du selbst.
Du darfst – und du musst – auch an dich denken
Viele Mütter stellen sich selbst ganz ans Ende der Prioritätenliste.
Doch auf Dauer funktioniert das nicht.
Wenn du völlig erschöpft bist, kannst du auch deinem Kind nicht die Energie geben, die du gerne geben würdest.
Deshalb ist es kein Egoismus, sich Zeit für sich selbst zu nehmen.
Es ist notwendig.
Denn wenn du auf dich achtest, profitierst nicht nur du davon.
Auch dein Kind.
Fazit
Mama zu sein bedeutet Verantwortung.
Aber es bedeutet nicht, sich selbst aufzugeben.
Selbstreflexion kann dir helfen, immer wieder innezuhalten und dich neu auszurichten.
Nicht perfekt zu sein.
Aber bewusst.
Und vielleicht beginnt genau hier eine der wichtigsten Reisen überhaupt:
die Reise zurück zu dir selbst.
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