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Selbstbild – welches Bild trägst du von dir selbst?

Nov 27, 2025
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Das Bild, das du von dir selbst hast, begleitet dich in fast jede Entscheidung. Und oft beginnt Veränderung nicht damit, anders zu werden, sondern dich selbst anders zu sehen.

Unser Selbstbild ist ein erstaunlich mächtiger Motor.

Es beeinflusst, wie wir denken, wie wir handeln und welche Möglichkeiten wir in unserem Leben überhaupt für realistisch halten.

Das Bild, das wir von uns selbst haben, bestimmt oft viel mehr über unser Leben, als wir im Alltag bemerken.

Wie wir uns selbst sehen, wirkt sich darauf aus, wie wir Herausforderungen begegnen, wie wir mit Rückschlägen umgehen und auch darauf, was wir unseren Kindern über sich selbst vermitteln.

Gerade als Eltern haben wir deshalb eine besondere Verantwortung.

Denn das Selbstbild unserer Kinder entsteht nicht im luftleeren Raum.

Es entwickelt sich vor allem durch das Umfeld, in dem sie aufwachsen.

Warum unser Selbstbild so mächtig ist

Unser Selbstbild entscheidet oft darüber, was wir uns zutrauen.

Ob wir Herausforderungen annehmen.

Ob wir nach einem Fehler wieder aufstehen.

Oder ob wir uns selbst von vornherein Grenzen setzen.

Manchmal halten wir ein altes Bild von uns für Wahrheit, obwohl es längst nur noch ein übernommener Satz ist.

Wenn du dich in Gedanken wie „Ich bin nicht gut genug“ wiedererkennst, passt dazu auch der Beitrag Du bist nicht zu wenig. Das Etikett ist nur falsch..

Dein Selbstbild ist nicht einfach nur ein Gedanke über dich. Es ist der Rahmen, in dem du dein Leben für möglich hältst.

Eine Buchempfehlung, die etwas verändert hat

Vor einiger Zeit hat mir ein Freund ein Buch empfohlen.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich es mir tatsächlich bestellt habe.

Aber als ich dann zu lesen begann, war ich sofort fasziniert.

Das Buch heißt Psychokybernetik.

Ich bekomme dafür übrigens keine Provision.

In diesem Buch geht es um das Selbstbild und darum, wie stark unser Unterbewusstsein unsere Entscheidungen, unser Verhalten und letztlich unser ganzes Leben beeinflusst.

Heute bin ich 43 Jahre alt und beschäftige mich schon seit einigen Jahren intensiv mit mir selbst.

Mit meinen Gedanken. Mit meinen Überzeugungen. Mit dem Bild, das ich von mir selbst habe.

Und je mehr ich darüber gelernt habe, desto klarer wurde mir, wie stark dieses Selbstbild tatsächlich unser Leben prägt.

Das Selbstbild als Fundament unseres Lebens

In dem Buch gibt es einen Satz, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist:

Das Selbstbild ist die Prämisse, das Fundament, auf dem unsere Persönlichkeit, unser Verhalten und unsere Lebensumstände beruhen.

Wenn man diesen Gedanken einmal wirklich auf sich wirken lässt, wird schnell klar, welche Bedeutung er hat.

Denn unser Selbstbild entscheidet darüber, ob wir uns etwas zutrauen, ob wir Herausforderungen annehmen oder ob wir uns selbst von vornherein Grenzen setzen.

Und genau hier beginnt auch der Einfluss auf unsere Kinder.

Wenn du tiefer verstehen möchtest, wie Rollen und innere Bilder unsere Identität formen, lies auch Die Rollen, die du trägst – und wie sie dich formen.

Wie Gedanken unser Leben beeinflussen

Unsere Gedanken formen unser Selbstbild.

Wenn wir uns ständig sagen: Ich kann das nicht. Ich bin nicht gut genug. Andere sind besser als ich.

Dann beginnen wir irgendwann, diese Gedanken zu glauben.

Kinder sind für solche Botschaften besonders empfänglich.

Sie übernehmen oft unbewusst das Bild, das ihr Umfeld von ihnen vermittelt.

Und genau deshalb ist es so wichtig, achtsam zu werden, welche Sätze wir über uns selbst und über unsere Kinder wiederholen.

Worte verschwinden nicht immer einfach. Manchmal werden sie zu inneren Bildern.

Ein Beispiel aus unserem eigenen Familienalltag

Vor einiger Zeit ist mir etwas bewusst geworden.

Unsere Tochter hat Schwierigkeiten mit Mathematik.

Und irgendwann fiel mir auf, dass wir früher oft, manchmal sogar vor anderen Eltern, gesagt haben:

Sie tut sich mit Zahlen einfach schwer.

Vielleicht haben wir das nur beiläufig gesagt.

Doch im Unterbewusstsein eines Kindes kann sich daraus schnell ein fester Glaubenssatz entwickeln:

Ich bin schlecht in Mathe.

Heute arbeiten wir bewusst daran, dieses Bild wieder zu verändern.

Doch mir wurde dabei klar:

Viele dieser Prägungen entstehen, ohne dass wir es überhaupt bemerken.

Wenn dich interessiert, wie Kinder uns im Alltag spiegeln, passt dazu auch der Beitrag Dein Kind ist dein Spiegel.

Welche Botschaften hören unsere Kinder täglich?

Eine wichtige Frage ist deshalb:

Wie sprechen wir eigentlich über unsere Kinder, wenn sie dabei sind?

Was sagen wir über ihre Fähigkeiten?

Über ihre Stärken?

Über ihre Schwächen?

Kinder hören oft mehr, als wir glauben.

Und sie übernehmen vieles davon als Wahrheit über sich selbst.

Unsere Kinder müssen nicht alle unsere Muster übernehmen.

Vielleicht bist du selbst gerade dabei, alte Glaubenssätze aus deiner eigenen Kindheit zu hinterfragen.

Vielleicht löst du gerade Dinge auf, die dich lange begleitet haben.

Dann gibt es eine wunderbare Möglichkeit:

Du kannst verhindern, dass deine Kinder dieselben Muster übernehmen müssen.

Wenn du tiefer in dieses Thema eintauchen möchtest, lies auch Nicht alles, was du trägst, gehört zu dir.

Kinder lernen vor allem durch Vorbilder

Kinder beobachten uns viel genauer, als wir manchmal denken.

Sie sehen, wie wir über uns selbst sprechen.

Sie sehen, wie wir mit Fehlern umgehen.

Sie sehen, wie wir auf Herausforderungen reagieren.

Wenn wir selbst ständig kritisch mit uns sind, übernehmen sie diese Haltung leichter, als uns lieb ist.

Wenn wir dagegen zeigen, dass Entwicklung möglich ist, lernen sie genau das.

Wenn Kinder von Anfang an lernen, dass sie lernen dürfen, wachsen dürfen und Fehler machen dürfen, entsteht ein ganz anderes Selbstbild.

Zum Thema Fehler und Wachstum passt auch der Beitrag Fehlerkultur in der Kindererziehung.

Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen vorleben, dass Veränderung möglich ist.

Wie wir unser Selbstbild verändern können

Die gute Nachricht ist:

Unser Selbstbild ist nicht statisch.

Es kann sich verändern.

Mentales Training, bewusste Gedankenarbeit, ehrliche Selbstreflexion oder auch Meditation können dabei helfen, neue Denkmuster zu entwickeln und das eigene Selbstbild zu stärken.

Je bewusster wir mit unseren Gedanken umgehen, desto mehr Einfluss haben wir darauf, wie wir uns selbst sehen.

Das bedeutet nicht, sich selbst schönzureden.

Es bedeutet, die alten inneren Bilder zu überprüfen.

Welche davon gehören wirklich zu dir?

Welche wurden dir irgendwann mitgegeben?

Und welche möchtest du nicht mehr an deine Kinder weitergeben?

Wenn dich dieser Weg der bewussten Entwicklung interessiert, findest du im Beitrag Lebenslanges Lernen ist keine Selbstoptimierung weitere Gedanken dazu.

Das Selbstbild als Schlüssel

Das Selbstbild ist einer der wichtigsten Bausteine unseres Lebens.

Es beeinflusst nicht nur uns selbst, sondern auch die nächste Generation.

Als Eltern haben wir die Möglichkeit, unseren Kindern ein Umfeld zu schaffen, in dem sie lernen dürfen, an sich selbst zu glauben, sich weiterzuentwickeln und sich selbst mit Wohlwollen zu begegnen.

Vielleicht beginnt genau hier eine der wichtigsten Veränderungen.

Nicht bei unseren Kindern.

Sondern bei uns selbst.

Welches Bild trägst du von dir selbst – und ist es wirklich deins?

Wenn du tiefer gehen möchtest, begleite ich dich im kostenlosen Workshop durch den Kleiderschrank deines Lebens.

Weiterführende Artikel

Wenn dich Selbstbild, Glaubenssätze und bewusste Elternschaft beschäftigen, könnten diese Beiträge ebenfalls interessant für dich sein:

Du bist nicht zu wenig. Das Etikett ist nur falsch.

Die Rollen, die du trägst – und wie sie dich formen

Nicht alles, was du trägst, gehört zu dir

Dein Kind ist dein Spiegel

Fehlerkultur in der Kindererziehung

Erwähnte Quellen

  • Maxwell Maltz – Psycho-Cybernetics
  • Carol Dweck – Mindset
  • Albert Bandura – Self-Efficacy
  • John Bowlby – Bindungstheorie

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