Lebenslanges Lernen ist eine lebensbejahende Entscheidung
Feb 05, 2026
Lebenslanges Lernen ist eine lebensbejahende Entscheidung
Warum es Sinn macht, sich nicht erst irgendwann, sondern so früh wie möglich mit sich selbst, dem eigenen Leben und den eigenen Entscheidungen auseinanderzusetzen.
Wenn dich plötzlich überall dieselbe Botschaft anspringt
Ich bin zurzeit in einer Bubble.
Oder manchmal fühlt es sich auch ein bisschen an wie bei „Täglich grüßt das Murmeltier“.
Egal auf welchem Social-Media-Kanal ich unterwegs bin, überall springt mich gefühlt ein Coach an, der mich auf der Reise zu meinem eigentlichen Ich begleiten möchte.
Und ja, manchmal ist mir das fast schon zu viel.
Gleichzeitig merke ich aber auch, dass mich dieses Thema schon lange begleitet. Nicht erst seit gestern. Und schon gar nicht erst seit Social Media damit voll ist.
Denn wenn ich ehrlich bin, beschäftigt mich die Frage, wer wir eigentlich wirklich sind und warum so viele Menschen irgendwann an einen Punkt kommen, an dem sie merken, dass sie zwar funktionieren – aber sich selbst dabei kaum mehr spüren.
Warum Selbstfindung so lange als etwas Negatives galt
Schon in meiner Kindheit wurde mir die sogenannte Selbstfindungsphase eher als etwas Negatives vermittelt.
So nach dem Motto:
Das ist etwas, das Frauen in ihren Mittdreißigern plötzlich bekommen, wenn sie mit ihrem Leben unzufrieden sind, sich dann von ihrem Partner trennen und glauben, irgendwo da draußen müsste noch etwas ganz anderes auf sie warten.
Ich habe dieses Bild lange geglaubt.
Weitergebildet habe ich mich zwar nach meinem BWL-Studium schon, aber eher klassisch. Fachlich. Sachlich. Vernünftig.
Nicht auf der Ebene meiner Persönlichkeit.
Das begann bei mir erst später, als unsere Kinder in der Volksschule waren und ich langsam wieder ein bisschen Raum hatte, mich auch mit mir selbst zu beschäftigen.
Und genau dort begann etwas, das bis heute nicht aufgehört hat.
Eine Reise, die hoffentlich nie endet
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich damals auf Facebook auf eine Transformations-Challenge gestoßen bin. Das war für mich der Beginn einer langen Reise.
Ich war damals 34 Jahre alt.
Heute bin ich 43.
Und ich kann mit Überzeugung sagen:
Diese Reise dauert noch immer an – und ich hoffe sogar, dass sie niemals ganz zu Ende ist.
Denn genau das ist für mich inzwischen lebenslanges Lernen.
Nicht nur Bücher lesen.
Nicht nur Kurse machen.
Nicht nur Wissen ansammeln.
Sondern sich selbst immer besser verstehen lernen.
Warum ich Menschen bewundere, die früher anfangen
Ich bewundere Menschen – und vor allem auch Frauen – die schon viel früher beginnen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen.
Nicht, weil sie „weiter“ sind als andere.
Sondern weil sie dadurch gewisse Glaubenssätze vielleicht gar nicht mehr an ihre Kinder weitergeben.
Weil sie manches schon vor der Geburt ihrer Kinder auflösen. Weil sie bestimmte Muster schon erkennen, bevor sie zum Familienalltag werden.
Und genau das ist für mich heute ein ganz wesentlicher Punkt.
Vielleicht sogar ein Teil meiner Mission.
Nicht, weil ich glaube, dass wir jemals „fertig“ sind.
Sondern weil ich glaube, dass es unglaublich viel verändert, wenn wir früher beginnen, bewusster zu leben.
Viele leben ein Leben, das sie nie wirklich hinterfragt haben
Wie oft bleiben Menschen in Lebensmodellen hängen, die sie nie bewusst gewählt haben?
Ein Job, der nicht erfüllt.
Ein Alltag, der aus Gewohnheiten besteht.
Ein Haus, das zwar schön klingt, aber gar nicht zum eigenen Wesen passt.
Zwei Wochen Cluburlaub im Jahr, obwohl die Seele sich eigentlich nach etwas ganz anderem sehnt.
Vielleicht nach Freiheit.
Nach Natur.
Nach Abenteuer.
Nach einem selbstgebauten Van und einer Reise durch Europa.
Ich glaube, viele Menschen hinterfragen ihr Leben nicht, weil ihnen die Tiefe fehlt – sondern weil ihnen die Zeit und der innere Raum dafür fehlen.
Oder weil immer etwas anderes scheinbar wichtiger ist.
Womit wir uns stattdessen beschäftigen
Wir werden mit unzähligen Dingen auf Trab gehalten.
Mit Technik.
Mit Organisation.
Mit Kleinigkeiten, die in Summe unglaublich viel Raum einnehmen.
Ich habe vor ein paar Wochen für meine Mama ein neues Handy eingerichtet. Nur ein kleines Beispiel.
Und obwohl es nur „mal schnell“ gemacht werden sollte, hat es mich zweieinhalb Stunden gekostet, weil sich das Gerät zwischendurch aufgehängt hat und ich wieder von vorne beginnen musste.
Zweieinhalb Stunden.
Zweieinhalb Stunden, in denen ich theoretisch auch Zeit für mich selbst hätte haben können. Für echte Gedanken. Für Reflexion. Für Stille.
Wobei – wenn ich ganz ehrlich bin – hätte ich die Zeit wahrscheinlich auch wieder mit irgendeinem anderen Alltagszeug gefüllt.
Und genau das ist ja oft der Punkt.
Warum planen wir Urlaube besser als unser Leben?
Meine jüngere Tochter würde an dieser Stelle jetzt wahrscheinlich sagen:
„Hätte, hätte, Fahrradkette.“
Und ja, sie hätte recht.
Aber trotzdem finde ich die Frage spannend:
Warum planen wir unseren Urlaub oft genauer als unser Leben?
Wir vergleichen Hotels.
Lesen Bewertungen.
Machen Routen.
Denken an Wetter, Budget und mögliche Aktivitäten.
Aber beim eigenen Leben laufen viele einfach los und hoffen, dass es schon irgendwie passt.
Außer du hast wirklich einen Lebensplan. Dann gehörst du vermutlich eher zur Ausnahme.
Wann wir begonnen haben, unser Leben bewusster zu planen
Auch wir haben erst 2016 oder 2017 begonnen, unser Leben wirklich bewusster zu planen.
Mit allem, was dazugehört.
Nicht nur mit Ideen oder Träumen, sondern auch mit Finanzen, Verantwortung und langfristigen Entscheidungen.
2017 kam noch dazu, dass wir die Firma meines Vaters übernommen haben. Natürlich verändert das den Blick auf vieles.
Aber was ich dir heute mitgeben möchte, ist etwas anderes:
Es ist unglaublich wertvoll, sich so früh wie möglich mit sich selbst, dem eigenen Lebensplan und auch den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen.
Nicht irgendwann.
Nicht wenn „mehr Zeit“ ist.
Nicht wenn die Kinder groß sind.
Sondern so früh wie möglich.
Warum finanzielle Bildung kein Nebenthema ist
Das Sparbuch zur Geburt eines Kindes ist lieb gemeint.
Aber wenn ich ehrlich bin:
Es ist in der heutigen Zeit einfach nicht mehr das Sinnvollste.
Wünsche dir stattdessen lieber eine Goldmünze oder denke früher über einen ETF-Sparplan nach.
Ja, das bedeutet, dass man sich mit diesen Themen beschäftigen muss.
Und ja, das kann anfangs mühsam wirken.
Aber es lohnt sich.
Und du musst dabei auch nicht alles alleine wissen oder können.
Sich Unterstützung zu holen, ist keine Schwäche.
Wenn beim Auto die Kupplung schleift, fährst du ja auch zur Werkstatt.
Wenn dein Kind starke Ohrenschmerzen hat, gehst du zum Arzt.
Warum also nicht auch bei den Finanzen Unterstützung holen?
Es ist oft eine Frage der inneren Haltung
Was mich immer wieder beschäftigt, ist nicht nur das Thema Geld selbst, sondern die Haltung dahinter.
Wie wir mit uns umgehen.
Was wir uns wert sind.
Was wir uns selbst zutrauen.
Welche Entscheidungen wir treffen – oder eben nicht treffen.
Ich habe lange in einem Unternehmen gearbeitet, in einem nicht besonders schönen Viertel in Wien. Dort sind mir Tag für Tag dieselben Menschen begegnet. Jogginghose, ausgetretene Schuhe, wenig Blick für sich selbst – aber fast immer mit Zigarette in der einen und Coffee-to-go oder Energydrink in der anderen Hand.
Und ich dachte mir oft:
Wie viel Geld rinnt da eigentlich Monat für Monat unbewusst weg?
Ich sage das nicht wertend. Wirklich nicht.
Ich habe selbst sehr früh mit dem Rauchen begonnen und erst aufgehört, als ich mit unserer ersten Tochter schwanger war. Später habe ich wieder begonnen, weil ich „so viel Stress“ hatte.
Und dann habe ich 2016 in diesem einen Unternehmen begonnen – und komischerweise von einem Tag auf den anderen wieder aufgehört.
Bis heute kann ich es nicht ganz erklären.
Aber eines weiß ich:
Es hat viel mit innerer Entscheidung zu tun.
Auch der Entscheidungsmuskel will trainiert werden
Vielleicht klingt das banal, aber ich glaube, dass vieles im Leben mit kleinen Entscheidungen beginnt.
Nicht immer mit dem ganz großen Umbruch.
Sondern oft mit etwas scheinbar Kleinem.
Ein täglicher Apfel statt irgendeines unbewussten Snacks.
Ein Nein zu etwas, das nicht mehr passt.
Ein Ja zu etwas, das sich schon lange meldet.
Ein erstes Gespräch.
Ein erster Schritt.
Ein erstes bewusstes Hinschauen.
Auch dieser Muskel – der Entscheidungsmuskel – will trainiert werden.
Fazit
Was ich dir heute mitgeben möchte, ist eigentlich ganz einfach:
Du allein hast es in der Hand, dein Leben in andere Bahnen zu lenken, wenn du mit deiner derzeitigen Situation nicht zufrieden bist.
Nicht alles auf einmal.
Nicht perfekt.
Nicht mit Druck.
Aber bewusst.
Lebenslanges Lernen bedeutet für mich heute nicht nur Weiterbildung in irgendeiner Materie.
Es bedeutet, offen zu bleiben.
Für neue Gedanken.
Für Entwicklung.
Für Veränderung.
Für sich selbst.
Mein persönliches Motto ist:
Jeden Tag ein bisschen bewusster zu werden als am Tag davor.
Und genau das ist für mich eine lebensbejahende Entscheidung.
Never stop learning.
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